Gracias Dios por...los Piochos! :D
Halt – bevor sich jetzt die Hälfte der Leute fragt: „Was sind Piochos?“, meine Erklärung folgt und damit im Laufe des Eintrages auch die Übersetzung!
Fange ich mal ganz von vorne an. Da wir für ca. 2 Wochen kein Internet im Haus hatten (eigtl eher eine Woche, dann zwei Tage doch, dann wieder eine Woche nicht), gibt es mittlerweile echt viel zu erzählen!
Angefangen hat das ganze mit einem evangelistischen Ausflug nach La Colmena. Dies ist ein kleines ärmliches Dorf, irgendwo in Paraguay, in das wir mit der Jugendgruppe der Kirche gefahren sind. Dort sind wir dann in kleinen Grüppchen von Haus (bzw Häuschen) zu Haus gegangen und haben die Leute gefragt, ob sie kurz Zeit hätten, ob wir mit ihnen über Gott reden können, ihnen etwas aus der Bibel vorlesen dürfen oder für sie beten können!
Ich war von diesem Ausflug einfach nur total begeistert. Das war eine sehr interessante Erfahrung. Die Jugendgruppe hat schon vorher viel dafür organisiert (z.B. ein Konzert, bei dem Kleider gespendet wurden, die dann am Ende unseres Ausfluges an die Leute im Dorf verteilt wurden) und dann sind wir mit 32 Leuten, in einem dementsprechend kleinen Bus, um 5 Uhr morgens, ca. 3 Stunden zu dem Dorf hingefahren. Die Menschen in dem Dorf leben in sehr ärmlichen Verhältnissen, sind am Anfang auch sehr zurückhaltend gewesen (bis auf die Kinder und Tiere) und sprechen fast hauptsächlich Guaraní. Wir sind dann morgens direkt nach dem ankommen losgezogen: Haben uns in kleine Grüppchen von 3-5 Leuten eingeteilt und sind von Haus zu Haus gezogen. Trotz der wenigen Dinge die sie haben, sind die Einwohner dort sehr gastfreundschaftlich gewesen. In meiner Gruppe wurden wir jedes Mal dazu eingeladen und hinzusetzen (von irgendwoher wurden dann 5 Stühle geholt) und nicht selten ist es passiert, dass wir auch zum Tereré eingeladen wurden.
Ich habe nicht ganz so viel von den Gesprächen verstanden (auch wenn – mit einem großen Dank an Edgar – einer der Jungs aus meiner Gruppe mir ab und zu übersetzt hat), denn hauptsächlich wurde Guaraní gesprochen. Immer dann wenn jedoch Spanisch gesprochen wurde, konnte ich mich ein wenig mehr im zuhören üben.
Im Übrigen hat mir das Guaraní dann doch etwas gebracht: Ich kann jetzt immerhin „Danke!“, „Wie geht’s?“, „Ich liebe Dich!“, und die Zahlen von 1- 20 auf Guaraní – damit bekommt man hier immer mal wieder Pluspunkte ;)
Im Übrigen hat mir das Guaraní dann doch etwas gebracht: Ich kann jetzt immerhin „Danke!“, „Wie geht’s?“, „Ich liebe Dich!“, und die Zahlen von 1- 20 auf Guaraní – damit bekommt man hier immer mal wieder Pluspunkte ;)
Nach den Hausbesuchen haben wir dann Mittag gegessen, Volley und Fußball gespielt, und zum Schluss noch einen Gottesdienst veranstaltet. Dazu sind hauptsächlich Kinder gekommen, aber auch den ein oder anderen Erwachsenen habe ich von unseren Hausbesuchen wieder gefunden. Die Kinder sind sehr kuschelig gewesen und haben sich ganz schnell auf einen Schoß gesetzt oder wollten auf den Arm oder an die Hand.
Jetzt müsst ihr euch vorstellen: Da sitzen zwei Kinder auf meinem Schoß und plötzlich kommt ein Junge angelaufen und quatscht mich auf Guaraní an – ein andere hat es mir dann übersetzt auf Spanisch: „Haha – ella tiene muchos piochos!! Vas a tener Piochos tambien!“
Nachdem ich den Satz gehört habe, habe ich dann einfach mal ganz schnell angefangen zu beten. Ich habe mir gedacht: „Gott, wenn du möchtest, dass wir den Kindern weiterhin mit so viel Liebe begegnen, dann kannst du jetzt auch machen, dass ich keine LÄUSE bekomme!“
Im Endeffekt, war dieser Tag ein sehr besonderer Tag für mich:
Jetzt müsst ihr euch vorstellen: Da sitzen zwei Kinder auf meinem Schoß und plötzlich kommt ein Junge angelaufen und quatscht mich auf Guaraní an – ein andere hat es mir dann übersetzt auf Spanisch: „Haha – ella tiene muchos piochos!! Vas a tener Piochos tambien!“
Nachdem ich den Satz gehört habe, habe ich dann einfach mal ganz schnell angefangen zu beten. Ich habe mir gedacht: „Gott, wenn du möchtest, dass wir den Kindern weiterhin mit so viel Liebe begegnen, dann kannst du jetzt auch machen, dass ich keine LÄUSE bekomme!“
Im Endeffekt, war dieser Tag ein sehr besonderer Tag für mich:
1. Hatte ich viel Zeit und Möglichkeit die Jungs und Mädels aus meiner derzeitigen Kirche kennen zu lernen.
2. Habe ich ein bisschen Guaraní gelernt.
2. Habe ich ein bisschen Guaraní gelernt.
3. Ist es genial zu sehen, wie sich Jugendliche (ab 14 Jahren) so stak dafür einsetzten, dass andere Menschen von Gott erfahren. (Und dass mit einem Bibelwissen, bzw Verständnis und Einfühlungsvermögen.... Wow!)
4. Hat es mich begeistert die Freude der Menschen zu sehen, denen ein bisschen Zeit geschenkt wurde. Aufmerksamkeit, Unterhaltung, Singen, Gebet, „Kinderbetreuung“ und Geschenke (im Sinne von Kleidung) – die strahlenden Augen der Kinder und Erwachsenen kann ich jetzt noch vor mir sehen!
Kommen wir zum Schluss dieses Tages noch einmal kurz auf die Läuse zu sprechen:
Ich habe keine bekommen – zumindest nicht von den Kindern in La Colmena!
Adela aber schon und sie hat mir dann nach einer Woche auch ein paar geschenkt.^ Hier in Paraguay ist das aber nicht so ein schlimmes Vergehen wie in Deutschland. Ich habe schön viel und häufig Haare gewaschen, Piocho-Lotion benutzt und Kopfmassagen von der lieben Gladys bekommen – ist doch gar nicht so tragisch! ;) (Und Hey – seit ca. einem Tag weiß ich die gute Nachricht: Ich habe KEINE Piochos mehr!! :P)
4. Hat es mich begeistert die Freude der Menschen zu sehen, denen ein bisschen Zeit geschenkt wurde. Aufmerksamkeit, Unterhaltung, Singen, Gebet, „Kinderbetreuung“ und Geschenke (im Sinne von Kleidung) – die strahlenden Augen der Kinder und Erwachsenen kann ich jetzt noch vor mir sehen!
Kommen wir zum Schluss dieses Tages noch einmal kurz auf die Läuse zu sprechen:
Ich habe keine bekommen – zumindest nicht von den Kindern in La Colmena!
Adela aber schon und sie hat mir dann nach einer Woche auch ein paar geschenkt.^ Hier in Paraguay ist das aber nicht so ein schlimmes Vergehen wie in Deutschland. Ich habe schön viel und häufig Haare gewaschen, Piocho-Lotion benutzt und Kopfmassagen von der lieben Gladys bekommen – ist doch gar nicht so tragisch! ;) (Und Hey – seit ca. einem Tag weiß ich die gute Nachricht: Ich habe KEINE Piochos mehr!! :P)
Wo ich vorhin dabei war Gott für etwas außergewöhnliche Dinge zu Danken (Dank der Piochos gab es Kopfmassagen – hehe :P):
Gracias Dios por no tenemos Internet!
Gracias Dios por no tenemos Internet!
Zwei Wochen kein Internet ?? Da kenne ich Leute die würden verrückt werden. Sind wir am Anfang auch. Zumindest dann, als uns, nach den 2 Tagen die wir Internet hatten, schon wieder das Netz gekappt wurde. Wenn ich mittlerweile aber so darüber nachdenke, hatte es viele Vorteile:
- Es gab in den letzten Zwei Wochen kaum einen Abend, den wir Mädels nicht mit ewig
quatschen verbracht haben
- Ich konnte Gladys ein bisschen besser kennen lernen
- Es gab Wasserschlachten auszufechten (mitten in der Nacht)
- Wir haben mit den Mora’s zusammen gekocht und gequatscht
- (und Alicia&Abi beim Umzug geholfen – seit vorgestern sind sie weg L und Maru zieht
auch gerade aus)
- Ich hatte viel Zeit zum Bibellesen und auch andere Bücher hab ich mir mal wieder zur Hand
genommen und
- am Donnerstag sind wir im Bookafé gewesen um dort kurz das WiFi zu nutzen und daraus
ist eine sehr lustiger Abend entstanden!
- Das nächste Gute an der vielen freien Zeit ist, dass ich Zeit hatte meinen Unterricht vorzubereiten und rum zu laufen um meinen Stundenplan endlich aussortiert zu bekommen.
Gestern habe ich die letzten Stunden bekommen und das muss jetzt nur noch alles von Monica abgesegnet werden (für alle die es nicht wissen: Sie ist die Direktorin hier am CEN).
Sollte das alles so klappen, werde ich ab nächste Woche Englisch-Unterricht geben, sowohl alleine in der 8.&9. Stufe, dann mit Profe Ruth im 1° Grado, mit Profe Leti in 2° und 3° Grado , sowie auch „Englisch-Nachhilfe-Klassen“ im kompletten 2°Ciclo. Außerdem habe ich dann die 6er in Deutsch, sowie einen Nivel Medio Kurs (das ist der letzte Part an der Schule mit den „ältesten“ Schülern). Nachmittags helfe ich in der Guardería, das ist hier eine Art Kinderbetreuung, und dann kommen noch einzelne Schüler dazu, denen ich sehr wahrscheinlich Deutsch-Unterricht in meiner „Freizeit“ geben werde.
- Es gab in den letzten Zwei Wochen kaum einen Abend, den wir Mädels nicht mit ewig
quatschen verbracht haben
- Ich konnte Gladys ein bisschen besser kennen lernen
- Es gab Wasserschlachten auszufechten (mitten in der Nacht)
- Wir haben mit den Mora’s zusammen gekocht und gequatscht
- (und Alicia&Abi beim Umzug geholfen – seit vorgestern sind sie weg L und Maru zieht
auch gerade aus)
- Ich hatte viel Zeit zum Bibellesen und auch andere Bücher hab ich mir mal wieder zur Hand
genommen und
- am Donnerstag sind wir im Bookafé gewesen um dort kurz das WiFi zu nutzen und daraus
ist eine sehr lustiger Abend entstanden!
- Das nächste Gute an der vielen freien Zeit ist, dass ich Zeit hatte meinen Unterricht vorzubereiten und rum zu laufen um meinen Stundenplan endlich aussortiert zu bekommen.
Gestern habe ich die letzten Stunden bekommen und das muss jetzt nur noch alles von Monica abgesegnet werden (für alle die es nicht wissen: Sie ist die Direktorin hier am CEN).
Sollte das alles so klappen, werde ich ab nächste Woche Englisch-Unterricht geben, sowohl alleine in der 8.&9. Stufe, dann mit Profe Ruth im 1° Grado, mit Profe Leti in 2° und 3° Grado , sowie auch „Englisch-Nachhilfe-Klassen“ im kompletten 2°Ciclo. Außerdem habe ich dann die 6er in Deutsch, sowie einen Nivel Medio Kurs (das ist der letzte Part an der Schule mit den „ältesten“ Schülern). Nachmittags helfe ich in der Guardería, das ist hier eine Art Kinderbetreuung, und dann kommen noch einzelne Schüler dazu, denen ich sehr wahrscheinlich Deutsch-Unterricht in meiner „Freizeit“ geben werde.
Bis jetzt habe ich nur meine beiden Englischklassen gehabt, bin bei Ruth mit in die Erste Klasse gegangen und habe in der Guarderia geholfen. Ab nächste Woche geht es aber also dann richtig los.
Betet dafür, dass mein Stundenplan jetzt endlich feststeht. Darüber wäre ich echt froh.
Denkt auch an Alicia und ihre Tochter Abi, die jetzt ausgezogen sind und mit Delfi (der Schwester von Ali) in ein Haus ziehen; sowie an Maru, die im Moment dabei ist umzuziehen.
Betet dafür, dass mein Stundenplan jetzt endlich feststeht. Darüber wäre ich echt froh.
Denkt auch an Alicia und ihre Tochter Abi, die jetzt ausgezogen sind und mit Delfi (der Schwester von Ali) in ein Haus ziehen; sowie an Maru, die im Moment dabei ist umzuziehen.
Mit Adela meiner Zimmerpartnerin hab ich hier viel Spaß - wir quatschen viel, singen, lachen und unterstützen uns in dem meisten was so grad kommt. (Wir teilen auch alles – Piochooos :D)
Ich bin echt froh, hier zu sein und so viel Neues kennen zu lernen - Im Moment vor allem: die Leute hier!
Ich bin echt froh, hier zu sein und so viel Neues kennen zu lernen - Im Moment vor allem: die Leute hier!
Ich könnte noch so vieles erzählen, was in den letzten Wochen lustiges oder schönes passiert ist, aber ich belasse es jetzt mal dabei.
Abschließend:
Abschließend:
Im Moment sind wir Mädels dabei, Gott für alles zu Danken – ob es uns gefällt oder nicht!
Wir vertrauen nämlich fest darauf, dass „Denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen,...“ (Römer 8,28), und bemühen uns das in so gut wie jeder Situation zu sehen. Sowohl in lustigen, als auch in ernsten Dingen!
Ich danke Gott, für die Zeit, die ich schon hier hatte und die Zeit, die ich noch hier haben werde! Für die neuen Freunde, die ich schon gefunden habe und die Menschen, die hier immer mehr zu Freunden werden. Für die Kirche und die Jugendgruppe in die ich hier gehen kann.
Und zum Schluss danke ich Gott noch für euch!
Ihr, meine treuen Freunde, stärkt mir den Rücken und ich danke Gott und euch, für jedes Gebet, jede Nachricht, jedes Wort und jeden Gedanken, den ihr an mich verschwendet! ;)
Ihr, meine treuen Freunde, stärkt mir den Rücken und ich danke Gott und euch, für jedes Gebet, jede Nachricht, jedes Wort und jeden Gedanken, den ihr an mich verschwendet! ;)
Ich vermisse es (ab und zu), euch, meine Familie und Freunde, um mich zu haben.
Ich würde gerne alles, was ich hier erlebe persönlich mit euch teilen und euch hier haben!
Einen ganz segensreichen Gruß an alle und eine dicke Umarmung!
Es folgen ein paar Foto's für die Menschen, die kein Facebook besitzen:
(v.l.n.r.) Maru, Sandra, Steffi, Ich, Adela und Delfi:
Ausflug nach Encarnacion (erstes WE in Paraguay) - Gruppenbild:
mit ein paar Lehrerinnen (Sandra und Steffi eingeschossen) bei den Lehrerseminaren:
Der wunderschöne Garten vor unserer Haustür mit einer Ecke des Pools:
mit einigen Mädels aus der Jugendgruppe bei Sandra und Steffi's Abschiedsparty:
Die Olla - dort bekommen Schüler (und wir auch) Mittagessen:
weitere Folgen bald...






hey sis,
AntwortenLöschendu erlebst ja echt hammer viel.
wir müssen jetzt umbedinge mal skypen.....
naja, jetzt hab ich auf jeden fall zeit.^^
ganz viel Segen und bewahrung!
Wenn du willst bet ich auch für läuse, dann kriegst wieder kopfmasagen^^ ;)
fette greetz
Danke für deine ausführliche Message! Liebe Grüße auch von Oma, Silke und Alina. Wir warten aufs skypen - aber Alina muss Morgen wieder früh raus.
AntwortenLöschenWir beten nicht für Läuse, hoffen aber, dass du Kopfmassagen auch ohne Läuse bekommst - können ja dafür beten :-))
Schön, dass es dir so gut geht!
Wünschen dir weiterhin ganz viel Gottes Segen und Bewahrung bis hoffentlich gleich mal
Mama, Papa, Carina und Flo - Silke und Alina